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# Posté le jeudi 18 décembre 2008 10:06

Modifié le dimanche 04 janvier 2009 10:13

Donatella Versace

Donatella Versace
Donatella Versace

Donatella Versace (* 2. Mai 1955 in Reggio Calabria, Italien) ist eine italienische Modeschöpferin und die Schwester von Gianni Versace.

Mitte der 1970er Jahre studierte sie Wirtschaftswissenschaften. An ihren freien Wochenenden besuchte sie ihren Bruder oft in seinem Atelier. Nach dem Abschluss ihres Studiums bewohnte sie gemeinsam mit ihrem Bruder eine Wohnung in Mailand. Ursprünglich wollte sie für Gianni die PR-Arbeit übernehmen, doch Gianni schätzte Donatella mehr als Muse und Kritikerin. In den Neunzigern widmete Gianni ihr das Parfum „Blonde“ und übergab ihr die künstlerische Leitung des jungen Versace-Labels "Versus".

Nach dem Tod ihres Bruders im Jahr 1997 übernahm Donatella die Führung des Modehauses. Drei Monate später erschuf sie eine Prêt-à-porter-Kollektion, die von der VOGUE als „mehr als unglaublich“ bezeichnet wurde.

Ihr Solodebüt folgte mit der Vorführung der Frühjahrskollektion der Hauptlinie 1998. Im Juli 1998 veranstaltete sie ihre erste Haute Couture-Modenschau.

Donatella war mit dem ehemaligen Model Paul Beck verheiratet und hat mit ihm zusammen einen Sohn, Daniel, und eine Tochter, Allegra. Nach der Scheidung von Beck ging dieser zurück nach New York, hat aber regelmäßigen Kontakt zu seinen Kindern.

Donatella Versace wurde 2005 mit dem Women's World Award in der Kategorie World Fashion Award ausgezeichnet.



# Posté le mercredi 30 juillet 2008 15:58

Gianni Versace

Gianni Versace

Gianni Versace

Gianni Versace (* 2. Dezember 1946 in Reggio Calabria, Italien; † 15. Juli 1997 in Miami Beach) war ein italienischer Modeschöpfer.



Frühere Jahre

Gianni Versace spielte als kleiner Junge gern in den alten griechischen Ruinen von Reggio Calabria, nahe dem Strand. Dort soll er durch die Abbildung einer Gorgone zu seinem späteren Firmenlogo, dem Medusenkopf, inspiriert worden sein.

Nachdem Gianni Versace 1964 sein Abitur abgelegt hatte, studierte er Architektur und arbeitete im Schneidergeschäft seiner Mutter mit. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Ausbildung war er in dem Unternehmen seiner Familie als Stoffeinkäufer tätig.

Im Laufe der Jahre knüpfte Versace zahlreiche Geschäftsbeziehungen zu namhaften Herstellern und belieferte viele Firmen und Ausstattungshäuser mit Stoffen aus dem Ausland. Im Jahr 1968 entschied er sich, als freier Modedesigner für große italienische Modehersteller tätig zu werden.




Tätigkeit als Designer

1972 zog Versace nach Mailand, um als Designer für Callaghan und die aufstrebende Marke Genny zu wirken, zu deren Bekanntheit er wesentlich beitrug. Drei Jahre später hatte er in den USA große Erfolge mit seiner ersten Lederkollektion für Complice. 1978 macht sich Versace schließlich selbstständig, und schon 1979 hatte er seine erste Prêt-à-Porter-Show. Im gleichen Jahr eröffnete in Mailand die erste „Versace-Boutique“. Aufsehen erregte er mit ungewöhnlichen Materialzusammenstellungen wie Seide/Jute, Leder/Crêpe de Chine. Als erster brachte er Jeans auf den Laufsteg. Prägend für seine Mode wurden vor allem leuchtende Farben und auffallende Muster.

In den 80er Jahren feierte Versace seinen internationalen Durchbruch als Modedesigner. Viele Kreationen jener Jahre zeigten das Gesicht der "Medusa" - es wurde schließlich sein Markenzeichen und später ein Bestandteil des Firmenlogos.

Für das Ballett Josephslegende entwarf er 1982 erstmals auch Bühnenkostüme. Bei der Premiere in der Mailänder Scala machte ihn ein Freund mit dem damaligen Model Antonio D'Amico (* 1965 in Süditalien und aufgewachsen in Mailand), bekannt. D'Amico fand Versace vor allem wegen seiner Arbeit interessant. Mit der Zeit wurde die Freundschaft immer enger. Als D'Amico von einem Job in Japan zurückkehrte, eröffnete ihm Versace, dass seine bisherige Beziehung beendet sei und er ihn nun näher kennen lernen wolle[1]. Nach einem gemeinsamen Abendessen bei Versace begann ihr gemeinsamer Weg als Lebensgefährten bis zu Versaces Tod, mit einer kurzen Trennung schon ein Jahr später wegen einer Affäre Versaces. Versace und D'Amico gingen offen mit ihrer Beziehung um. Als zum Beispiel das Magazin Interview einen Artikel über Versace schrieb, bestand dieser darauf, dass D'Amico auch auf den Fotografien zu sehen sein sollte. D'Amico war sein ständiger Begleiter auf Galas, bei Premieren und Premierenfeiern. Später wurde er in der Firma für die Sportlinie verantwortlich.

Versace übernahm nach 1982 regelmäßig Ausstattungen für Theater-, Opern- und Ballettaufführungen. Unter anderem waren seine Kreationen in der Mailänder Scala, der San Francisco Opera und beim New York City Ballet zu sehen und wurden im Begleitbuch zur Ausstellung „Theater der Mode“ in München verewigt.

Große Anerkennung fand der Modedesigner 1985, als er als erster Modeschöpfer der Welt Arbeiten aus seiner Kollektion im Victoria and Albert Museum in London vorstellen durfte. Das Museum gestaltet Ende 2002 eine Retrospektive, die auch an anderen Orten zu sehen war. Neben Kollektionen für Damen, Herren und Kinder tragen seinen Namen inzwischen auch Parfüms, Taschen, Schuhe, Schmuck, Geschirr, Wohnaccessoires und Fliesen.

Besonderen Anteil nahm Versace an der Homoerotisierung der Männermode und ließ seine großformatigen Männerkataloge regelmäßig von Bruce Weber fotografieren, wobei jedoch die zu vermarktende Unter- bzw. Oberbekleidung zunehmend zugunsten der reinen Aktfotografie in den Hintergrund trat. Sein Verständnis von männlicher Schönheit, dessen Ideal er vor allem in der griechischen-römischen Klassik sah, erläuterte er in seinem Buch Mann ohne Krawatte. In seinem Palazzo in Mailand bzw. in Corno hatte er selbst eine umfangreiche Sammlung antiker und französischer Antiquitäten. Der in seinen Präsentationen offen vorgeführten Homoerotik entspricht sein diskreter, aber ebenso offener Umgang mit seiner eigenen Homosexualität.

Im Jahr 1989 gründete er seine Zweitlinie Versus. Sie wurde maßgeblich von seiner Schwester Donatella gestaltet und seit 1995 auf der New York Fashion Week gezeigt. Es folgen weitere Zweitlinien wie Instante, Signatur und Versace Jeans.

1996 erkrankte Versace an Knochenkrebs in der Wange und bekam eine Chemotherapie. Dadurch wurde er etwas müder, hörte aber nie zu arbeiten auf.




Attentat und Tod

Am 15. Juli 1997 wurde Gianni Versace, als er von einem Zeitungseinkauf zurückkam, auf der Treppe vor seiner Villa „Casa Casuarina“ am Ocean Drive 1116 in Miami Beach erschossen. D'Amico hörte den Schuss, rannte hinaus und sah den Täter weglaufen. Im Rettungswagen durfte er nicht mitfahren, da er kein Verwandter und keine Ehefrau war. Stattdessen wurde er stundenlang verhört. Der Täter war der 27-jährige homosexuelle Callboy und Serienmörder Andrew Phillip Cunanan, der zu diesem Zeitpunkt zu den meist gesuchten Kriminellen des FBI gehörte und sich acht Tage später selbst das Leben nahm. Der Mord erregte weltweites Medieninteresse, nicht zuletzt wegen der Homosexualität von Opfer und Täter. Schon wenige Stunden nach der Tat wurden drei Biografien über den Mörder in Auftrag gegeben. Lebensgefährte D'Amico blieb dagegen in den meisten Medienberichten unerwähnt. In den US-amerikanischen Medien wurde er in den ersten Tagen nur von der New York Times und dem Miami Herald als Lebenspartner genannt. An eine kolportierte Affäre zwischen Versace und Cunanan glaubt D'Amico nicht.



Freundeskreis

Zu Gianni Versaces Kunden und Freunden gehörten gleichermaßen unter anderem Michael Jackson, Sting, Naomi Campbell, Elton John, Prinzessin Diana und Madonna. Elton John, der Bühnenmusiken zu Modeschauen Versaces komponiert hatte, sang beim Begräbnis zusammen mit Sting den Psalm 25. Die Feierlichkeit im Mailänder Dom wurde gegen den Widerstand der Priester durch eine kräftige Spende der Familie Versace an die Kirche möglich[3].

Das Verhältnis von D'Amico zur Versace-Familie war nie das beste[1]. Donatella Versace sagte der New York Times:

„Meine Beziehung mit Antonio ist genau dieselbe, als Gianni noch lebte. Ich respektiere ihn als Lebensgefährten meines Bruders, aber ich mochte ihn nie als Person.“

Im Januar 1998 verließ er die Firma, begann seine eigene Modemarke aufzubauen[3] und lebt nun in Padenghe sul Garda.



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# Posté le mercredi 30 juillet 2008 15:55

Sonia Rykiel

Sonia Rykiel
Sonia Rykiel

Sonia Rykiel (*25. Mai 1930 in Paris) ist eine bedeutende Modeschöpferin. Sie wird auch die „Königin des Strick“ genannt, da sie in der Pariser Modewelt erfolgreich ihre Strickkollektionen vermarkten konnte. Ihr modisches Markenzeichen sind Streifen in ihren Stricksachen.



Werdegang

Während ihrer Schwangerschaft 1962 stellte Sonia Rykiel fest, dass es für sie keine passende Pullover gab, die weich und elastisch waren. Sie entwarf daher ihre eigene Strickkollektion. Diese war so erfolgreich, dass sie bereits 1968 ihre erste Pariser Boutique eröffnete.

In den 1970er Jahren schuf Rykiel ihr Firmenimperium. 1978 brachte sie ihren ersten Duft heraus. 1987 erschien die erste Kosmetika unter ihrem Namen.

Verheiratet ist sie mit Simon Bernstein. Ihre Tochter Nathalie Rykiel ist seit 1975 in der Firma tätig.

Weiterhin ist Rykiel als Schriftstellerin tätig, richtet Hotels ein, singt. Sogar eine Rose ist nach ihr benannt




Auszeichnungen

* ????; Oscar der Fashion Group International

* 2001; Commandeur de l'Ordre National du Mérite der französischen Regierung

# Posté le mercredi 30 juillet 2008 15:50

Modifié le mercredi 30 juillet 2008 16:01

Giorgio Armani

Giorgio Armani
Giorgio Armani

Giorgio Armani (* 11. Juli 1934 in Piacenza/Italien) ist ein italienischer Modeschöpfer. Sein Name ist auch der Name eines seiner Labels. Weitere Untermarken sind Armani Collezioni, Emporio Armani, Armani Jeans, Armani Junior und Armani Privé.

Der Italiener Giorgio Armani zählt zu den erfolgreichsten und populärsten Modedesignern der Welt. Sein eigenes Auftreten im legeren schwarzen oder silbernen T-Shirt ist legendär



Geschichte

Nach einem abgebrochenem Medizinstudium arbeitete er erst als Schaufensterdekorateur, dann Ausstellungsarrangeur und wurde schließlich Modeeinkäufer und Leiter der Herrenmodeboutique des Mailänder Warenhauses La Rinascente. In den Jahren 1961 bis 1970 arbeitete er unter Nino Cerruti, im Anschluss war er freiberuflich bei Ungaro und Zegna tätig. 1974 gründete er sein eigenes Modelabel für Herren, für Damen im Jahre 1975. Seitdem überwacht er selbst die Einführung von Unterwäsche, Schwimmbekleidung, Accessoires, der Kinderkleidung sowie den Korrektur- und Sonnenbrillen.

1985 verlor Armani seinen Freund und Geschäftspartner Galeotti, der an den Folgen von AIDS starb. Armani hatte Galeotti 1966 kennengelernt und mit ihm gemeinsam sein Unternehmen Giorgio Armani SpA (gegründet 1975) aufgebaut.

Im Jahre 2000 zeichnete ihn das Forbes-Magazin als den erfolgreichsten Designer, mit einem Jahreseinkommen (1999) von 135 Millionen Dollar, aus.

Seinen internationalen Durchbruch hatte er mit der Ausstattung zahlreicher Hollywoodgrößen. Besondere Beachtung fand die Ausstattung von Richard Gere mit Armani (Haute Couture) im Film von 1980: Ein Mann für gewisse Stunden (American Gigolo). Zusätzlich war er auch verantwortlich für die Kleiderausstattung der Hauptdarsteller im Film The Untouchables – Die Unbestechlichen mit Kevin Costner und Sean Connery. Heute ist er nicht nur einer der beliebtesten Modeausstatter für Prominente wie Katie Holmes, Tom Cruise oder Lindsay Lohan, sondern auch Taufpate für mehrere Kinder, unter anderem für das 2. Kind von David und Victoria Beckham.

Im Februar 2007 wurde von Giorgio Armani, der keine Kinder hat, persönlich erstmals öffentlich verkündet, dass er sich auf Käufersuche für sein Modeimperium befinde. Der Wert des Unternehmens wird derzeit auf etwa fünf Milliarden Euro geschätzt.




Labels

Die Giorgio Armani S.p.A. vertreibt mittlerweile eine große Anzahl an Mode und Lifestyle Labels:

* Giorgio Armani: Dies ist das ursprüngliche und teuerste Konfektions-Label von Armani. Die Kollektionen für Damen und Herren zeichnen sich durch feinste Verarbeitung und hochwertige Materialien aus. Verkauft werden die Produkte dieser 'Black-Label'-Linie (schwarze Etiketten mit weißem Schriftzug) in 68 edlen Giorgio Armani Boutiquen in 26 Ländern - davon drei in Deutschland: Düsseldorf, Frankfurt am Main und München - sowie weltweit in ausgewählten Nobelkaufhäusern.

* Armani Collezioni: Diese am weitesten verbreitete High-End Marke richtet sich mit elegant gedeckten Farben und klassischen Schnitten an die Generation der 30- bis 50-Jährigen. Rangiert im Preissegment unter dem Giorgio Armani Label. Verkauft wird sie in 13 Armani Collezioni Boutiquen in Europa und Asien sowie in führenden Bekleidgungshäusern auf der ganzen Welt. Die Etiketten dieses Labels sind weiß mit schwarzem Schriftzug (White Label).

* Emporio Armani: Eine Komplett-Kollektion gemacht für junge Erwachsene und das dritt-teuerste Label von Armani. Verkauft wird die Kollektion exklusiv in mehr als 160 Emporio Armani Boutiquen in 44 Ländern, bspw. in München in den Fünf Höfen. Bestimmte Emporio-Accessoires wie Brillen, Unterwäsche oder Badebekleidung sind aber auch im sonstigen Einzelhandel erhältich.

* Armani Jeans: Nach Armani Exchange das preisgünstigste Label von Armani, für die junge Generation gemacht und umfasst neben Jeans eine komplette Kollektion an jugendlicher Bekleidung. Verkauft wird sie in 30 Armani Jeans Boutiquen in 14 Ländern und im führenden Einzelhandel. Eine Jeans aus dieser Kollektion kostet um die 200 Euro.

* Armani Exchange: Eine jugendliche Marke im unteren Preissegment von Armani und wird vor allem in den USA verkauft. Weltweit gibt es mehr als 110 Armani Exchange Boutiquen. In Deutschland nicht erhältlich.

* Armani Junior: Das Kinderlabel von Armani. Von Schuhen bis Mützen können Kinder komplett eingekleidet werden. Weltweit gibt es acht Armani Junior Boutiquen.

* Armani Casa: Die High-End-Living Marke von Armani. Lampen, Sofas, Betten und Dekoartikel zu finden in weltweit 19 Armani Casa Boutiquen.

* Giorgio Armani Cosmetics: Parfums und Pflegeartikel werden in ausgewählten Parfümerien und Kaufhäusern angeboten. In Deutschland besteht eine Kooperation mit Douglas.

* Armani Privé: Die Haute Couture-Marke von Armani für Damen. Edle Abendroben und kostbare, indidviduell gefertigte Maß-Kleidungsstücke werden meist nur für Haute Couture-Schauen und einen kleinen Kreis betuchter Kunden hergestellt.

* Armani Libri: Bücher und Bildbände sind zu finden in drei Flagship-Boutiquen in Hong Kong, Mailand und München.

* Armani Fiori: Floristik deluxe. Zu finden in einer Boutique in Taiwan und in den drei Flagship-Boutiquen in Hong Kong, Mailand und München.

* Armani Dolci: Feinste Confiserie, Pralinés und Schokolade aus dem Hause Armani. Zu finden in 2 Boutiquen in Dubai und Shanghai, sowie in vier Flagship-Boutiquen in Hong Kong, Mailand, München und Shanghai.

* Emporio Armani & Armani Jeans Caffe: 15 edle Cafés in 13 Ländern, jeweils in ausgewählten Emporio Armani Boutiquen bzw. bei Armani Jeans in Mailand.

* Armani Bar: Im Flagship-Store in Hong Kong.

* Armani NoBu & Privé: Sushi-Restaurant und Chillout-Bar in Mailand, Tokio und Hong Kong.

* Armani Spa: erstes Wellness Spa im Armani Ginza Tower in Tokio.




Armani Parfums

m Laufe der Jahre hat Armani über die Sparte Giorgio Armani Beauty in Zusammenarbeit mit L'Oreal zahlreiche Düfte für Damen und Herren auf den Markt gebracht:

* Armani (Herren)

* Armani Code (Damen und Herren)

* Armani Mania (Damen und Herren)

* Attitue (Herren)

* Acqua di Gio (Damen und Herren)

* Sensi (Damen)

* Emporio Armani (verschiedene Varianten für Damen und Herren)

* Armani/Privé (verschiedene hochpreisige Unisex-Düfte)




Auszeichnungen

* 2008: Offizier der Ehrenlegion

* 2006: GQ Man Of The Year

* 1998: Bambi

# Posté le mercredi 30 juillet 2008 15:44

Modifié le mercredi 30 juillet 2008 16:02

Coco Chanel

Coco Chanel



Coco Chanel

Gabrielle Bonheur Chanel, besser bekannt als Coco Chanel (* 19. August 1883 in Saumur; † 10. Januar 1971 in Paris; eigentlich Gabrielle Bonheur Cha s nel (der Tippfehler in der Geburtsurkunde wurde nie korrigiert) war eine französischen Modeschöpferin, die wohl wichtigste Figur in der Mode-Geschichte des 20. Jahrhunderts und Begründerin des Chanel-Modeimperiums.



Biographie



Werdegang

Coco Chanel selbst brachte über ihre Kindheit und Jugend immer wieder beschönigte Versionen in Umlauf. Es scheint jedoch gesichert, dass sie als zweite uneheliche Tochter des Hausierers Albert Chanel und seiner Geliebten Jeanne Devolle in Saumur an der Loire (Anjou) das Licht der Welt erblickte. 1884 heirateten ihre Eltern. Sie hatte fünf Geschwister: zwei Schwestern, Julia (geb. 1882) und Antoinette (geb. 1887) und drei Brüder, Alphonse (geb. 1885), Lucien (geb. 1889) und Augustin (geb. 1891), der nach wenigen Monaten verstarb. Am 17. Februar 1895, Gabrielle war 11 Jahre alt, starb ihre Mutter und die junge Gabrielle verbrachte 7 Jahre im Waisenhaus des katholischen Klosters von Aubazine, wo sie den Beruf der Näherin lernte. Danach erhielt Coco zwei Jahre im Pensionat „Notre-Dame“ der Stiftsdamen von Saint Augustin in Moulins am Allier Unterricht. Mit 20 Jahren arbeitete sie als Angestellte in einem Aussteuer- und Babyartikelgeschäft und nahm auch privat Schneideraufträge an.

Zu dieser Zeit trat Gabrielle Chanel als Sängerin im „Rotonde“ in Moulins auf, wo sie vor allem zwei Chansons vortrug: „Qui qu'a vu Coco?“ und „Ko-Ko-Ri-Ko“. Es wird vermutet, dass ihr Spitzname „Coco“ aus dieser Zeit stammt, da das Publikum, vor allem die Offiziere des Jägerregiments von Moulins, sie wegen der beiden Lieder „Coco“ riefen. 1904 lernte sie den Pariser Industriellensohn Etienne Balsan (1880–1953) kennen, der sie in die Gesellschaft einführte und mit dem sie von 1906 bis 1910 in Royallieu zusammenlebte. Mit seiner finanziellen Hilfe und in seiner Wohnung eröffnete sie 1910 in Paris ein Hutatelier.
Coco Chanel und Jean Cocteau, 1924
Coco Chanel und Jean Cocteau, 1924

Mit einer Bürgschaft und einem Kredit ihres nächsten Geliebten, des britischen Bergwerksbesitzers Arthur („Boy“) Capel († 1922) eröffnete sie 1911 in Paris ihr erstes Modehaus und 1913 im Seebad Deauville eine Boutique. 1915 besaß sie Modesalons in Paris und Biarritz, entwarf schlichte, locker umspielende Kleider aus Baumwolljersey und kreierte damit eine neue und funktionale Mode mit klaren Linien statt der bisher üblichen Verzierungen. Ein Jahr später beschäftigte sie 300 Näherinnen, konnte ihre Schulden bei Capel begleichen und ihre Unabhängigkeit sicherstellen. Im gleichen Jahr erklärte die amerikanische Vogue Chanels Mode zur „Inbegriff der Eleganz“. Ihre Mode unterschied sich deutlich von der ihrer Konkurrenten durch ihre Zurückhaltung. Chanel bezeichnete Paul Poirets Mode als „barbarisch“.

Ihr Geschäft wuchs schnell. Als ihr Betrieb 1936 bestreikt wurde, hatte sie 4000 Angestellte.
Coco Chanel und Hugh Grosvenor, Duke of Westminster, Fotografie um 1924–1930
Coco Chanel und Hugh Grosvenor, Duke of Westminster, Fotografie um 1924–1930

Als Stern am Pariser Modehimmel ihrer Zeit zählte sie viele berühmte Künstlerinnen und Künstler zu ihren Freunden, darunter Jean Cocteau, Sergej Diaghilew, Igor Strawinsky, Pablo Picasso, Colette, Max Jacob, Misia Sert und Romy Schneider aber auch Persönlichkeiten wie Winston Churchill. Sie soll zahlreiche Liebschaften gehabt haben, darunter 1921 eine kurze Affäre mit Igor Strawinsky und 1921/1922 eine Liaison mit Großfürst Dmitri Pawlowitsch Romanow, dem Neffen des Zaren. 1922–1924 war der Dichter Pierre Reverdy ihr Begleiter und von 1924 bis 1930 war sie mit Hugh Richard Arthur Grosvenor, dem Herzog von Westminster (1879–1953) liiert. 1932 begann sie eine Beziehung mit Paul Iribe, der 1935 an Herzversagen starb.

In der Zeit des Nationalsozialismus begegnete sie in ihrem damaligen Wohnsitz, dem Hotel Ritz in Paris, Hans Günther von Dincklage (geb. 1896), Sonderbeauftragter des Reichspropagandaministeriums in Frankreich, der ihr Liebhaber wurde und mit dem sie Operation „Modellhut“ einfädelte, bei der sie Churchill zu Gesprächen mit den Deutschen über ein Kriegsende überreden sollte. Die Aktion scheiterte an einer Lungenentzündung von Churchill. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges fiel sie in Ungnade und wurde als Kollaborateurin verhaftet, anschließend lebte sie im Schweizer Exil.

Wieder nach Paris zurückgekehrt, arbeitete Coco Chanel an ihrem Comeback. Einige Quellen vermuten, dass der inzwischen moderne „New Look“ von Christian Dior, den sie als Rückfall in die Zeit des Korsetts betrachtet haben soll, ihre Motivation gewesen sei. Im Februar 1954 eröffnete sie nach 15 Jahren Pause – inzwischen 71-jährig – ihr Geschäft mit einer neuen Kollektion, die von der Presse höhnisch kommentiert wurde. Nachdem das „Life“-Magazin ein Jahr später die Eleganz ihrer Wollkostüme gewürdigt hatte, begann der Siegeszug des Chanel-Kostüms




Werke

Coco Chanel behauptete gern >>Ich habe die Frauen aus dem Korsett befreit<<, in Wirklichkeit war es aber Paul Poiret, der erstmals Mode ohne Korsett schuf, sie erfand das kleine Schwarze, den Modeschmuck, kürzte die Röcke auf eine (damals) skandalöse Länge knapp unterhalb des Knies und entwarf neuartige gestrickte Badeanzüge mit Bewegungsfreiheit, die auf Oberschenkellänge endeten und unter denen Shorts hervorblickten. Sie verwendete erstmals körperbetonende Jerseystoffe für eine sportlichere Linie. Das berühmte Chanel-Kostüm aus Tweedstoff avancierte für Geschäftsfrauen weltweit zum Standard. Das Kostüm war oft mit schwarzem Besatz und Goldknöpfen verziert und wurde gerne mit langen Perlenketten getragen. Weitere Beiträge zur Damenmode: Hosen für Frauen, Strickensembles (Twinset), Schuhe mit Fersenriemen (Slingpumps oder auch Slingbacks genannt), gesteppte Handtaschen mit Schulterkette und die Etablierung auffälligen Modeschmucks statt echtem Schmuck. Ihre bevorzugten Farben: Schwarz, Weiß und Beige.

1921 kreierte sie zusammen mit dem Parfümeur Ernest Beaux das erste Parfum aus synthetischen Komponenten (Chanel № 5). Es war das erste verbreitete Parfum, das nicht nach Blumen roch, sondern durch eine sogenannte Aldehydnote geprägt war. Wie keine andere Modeschöpferin prägte Coco Chanel die Mode des 20. Jahrhunderts und hatte einen erheblichen Anteil an der Entwicklung von Paris als Modezentrum der Welt. Markenzeichen der Firma Chanel ist das verschränkte Doppel-C.




Nachleben

Nach ihrem Tod konnte das Modehaus Chanel nicht an die Erfolge anknüpfen, die es unter Coco Chanels Leitung hatte. Es geriet in den Ruf, Mode für reiche, ältere Damen zu kreieren. Das änderte sich erst 1983, als Karl Lagerfeld begann, für Chanel Mode zu entwerfen und das Haus zu seinem früheren Ruhm zurückzuführen. Eigentümer ist die Familie Wertheimer.



Persönliches

Coco Chanel starb am Sonntag, dem 10. Januar 1971, in ihrer nie aufgegebenen Suite im Pariser Hotel Ritz. Bis zuletzt hatte sie trotz hohen Alters beweglich und fleißig an einer nächsten Kollektion gearbeitet, jedoch litt angeblich die Durchblutung ihres Kopfes. Die letzten Worte der 87-jährigen lauteten:

„So stirbt man also.“

Die Trauerfeier fand in der Pariser Madeleine-Kirche statt, der Sarg wurde nach dem Gottesdienst ins schweizerische Lausanne überführt. Coco Chanel hat trotz ihrer vielen Männerbeziehungen nie geheiratet.




Film

1981 wurde Chanels Leben von George Kaczender unter dem Titel Einzigartige Chanel (Originaltitel: Chanel Solitaire) verfilmt. In der internationalen Produktion, die sich einzelnen Stationen aus dem Leben der Modeschöpferin annahm, schlüpfte die Französin Marie-France Pisier an der Seite von Timothy Dalton, Rutger Hauer, Brigitte Fossey und Karen Black in die Titelrolle. Gegenwärtig sind zwei weitere Filmbiografien in Planung. Der US-Amerikaner William Friedkin plant unter dem Titel Coco & Igor die leidenschaftliche Liebesbeziehung zwischen Chanel und dem russischen Komponisten Igor Strawinski mit der Französin Marina Hands und dem Dänen Mads Mikkelsen auf die Kinoleinwand zu bringen. Konkurrenz bekommt die Hollywood-Produktion von einem noch unbetitelten Projekt der französischen Regisseurin Anne Fontaine, die das Leben der jungen Coco mit Audrey Tautou verfilmen möchte.



Literatur

* Charles-Roux, Edmonde: Coco Chanel – Ein Leben. Ihr Leben, ihre Welt und die Wahrheit hinter der Legende. Verlag Paul Zsolnay, Wien/Darmstadt, 1988. ISBN 3-552-04026-9

* Wallach, Janet: Coco Chanel – Eleganz und Erfolg ihres Lebens, mit 144 Fotos, Kabel Verlag 1998, ISBN 3-8225-0513-7

* Wunderlich, Dieter: Coco Chanel. Der märchenhafte Aufstieg einer Näherin aus der Provinz zur Pariser Modeschöpferin. In: EigenSinnige Frauen. Zehn Porträts. Piper Verlag, München 2006. ISBN 3-492-24058-5

* Manfred Flügge: Rettung ohne Retter oder: Ein Zug aus Theresienstadt dtv 2004 (Chanels Nazi-Kollaboration wrd in diesem Roman ausführlich behandelt.) ISBN 342324416X

Dincklage (geb. 1896), Sonderbeauftragter des Reichspropagandaministeriums in Frankreich, der ihr Liebhaber wurde und mit dem sie Operation „Modellhut“ einfädelte, bei der sie Churchill zu Gesprächen mit den Deutschen über ein Kriegsende überreden sollte. Die Aktion scheiterte an einer Lungenentzündung von Churchill. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges fiel sie in Ungnade und wurde als Kollaborateurin verhaftet, anschließend lebte sie im Schweizer Exil.

Wieder nach Paris zurückgekehrt, arbeitete Coco Chanel an ihrem Comeback. Einige Quellen vermuten, dass der inzwischen moderne „New Look“ von Christian Dior, den sie als Rückfall in die Zeit des Korsetts betrachtet haben soll, ihre Motivation gewesen sei. Im Februar 1954 eröffnete sie nach 15 Jahren Pause – inzwischen 71-jährig – ihr Geschäft mit einer neuen Kollektion, die von der Presse höhnisch kommentiert wurde. Nachdem das „Life“-Magazin ein Jahr später die Eleganz ihrer Wollkostüme gewürdigt hatte, begann der Siegeszug des Chanel-Kostüms



Werke

Coco Chanel behauptete gern >>Ich habe die Frauen aus dem Korsett befreit<<, in Wirklichkeit war es aber Paul Poiret, der erstmals Mode ohne Korsett schuf, sie erfand das kleine Schwarze, den Modeschmuck, kürzte die Röcke auf eine (damals) skandalöse Länge knapp unterhalb des Knies und entwarf neuartige gestrickte Badeanzüge mit Bewegungsfreiheit, die auf Oberschenkellänge endeten und unter denen Shorts hervorblickten. Sie verwendete erstmals körperbetonende Jerseystoffe für eine sportlichere Linie. Das berühmte Chanel-Kostüm aus Tweedstoff avancierte für Geschäftsfrauen weltweit zum Standard. Das Kostüm war oft mit schwarzem Besatz und Goldknöpfen verziert und wurde gerne mit langen Perlenketten getragen. Weitere Beiträge zur Damenmode: Hosen für Frauen, Strickensembles (Twinset), Schuhe mit Fersenriemen (Slingpumps oder auch Slingbacks genannt), gesteppte Handtaschen mit Schulterkette und die Etablierung auffälligen Modeschmucks statt echtem Schmuck. Ihre bevorzugten Farben: Schwarz, Weiß und Beige.

1921 kreierte sie zusammen mit dem Parfümeur Ernest Beaux das erste Parfum aus synthetischen Komponenten (Chanel № 5). Es war das erste verbreitete Parfum, das nicht nach Blumen roch, sondern durch eine sogenannte Aldehydnote geprägt war. Wie keine andere Modeschöpferin prägte Coco Chanel die Mode des 20. Jahrhunderts und hatte einen erheblichen Anteil an der Entwicklung von Paris als Modezentrum der Welt. Markenzeichen der Firma Chanel ist das verschränkte Doppel-C.




Nachleben

Nach ihrem Tod konnte das Modehaus Chanel nicht an die Erfolge anknüpfen, die es unter Coco Chanels Leitung hatte. Es geriet in den Ruf, Mode für reiche, ältere Damen zu kreieren. Das änderte sich erst 1983, als Karl Lagerfeld begann, für Chanel Mode zu entwerfen und das Haus zu seinem früheren Ruhm zurückzuführen. Eigentümer ist die Familie Wertheimer.



Persönliches

Coco Chanel starb am Sonntag, dem 10. Januar 1971, in ihrer nie aufgegebenen Suite im Pariser Hotel Ritz. Bis zuletzt hatte sie trotz hohen Alters beweglich und fleißig an einer nächsten Kollektion gearbeitet, jedoch litt angeblich die Durchblutung ihres Kopfes. Die letzten Worte der 87-jährigen lauteten:

„So stirbt man also.“

Die Trauerfeier fand in der Pariser Madeleine-Kirche statt, der Sarg wurde nach dem Gottesdienst ins schweizerische Lausanne überführt. Coco Chanel hat trotz ihrer vielen Männerbeziehungen nie geheiratet.




Film

1981 wurde Chanels Leben von George Kaczender unter dem Titel Einzigartige Chanel (Originaltitel: Chanel Solitaire) verfilmt. In der internationalen Produktion, die sich einzelnen Stationen aus dem Leben der Modeschöpferin annahm, schlüpfte die Französin Marie-France Pisier an der Seite von Timothy Dalton, Rutger Hauer, Brigitte Fossey und Karen Black in die Titelrolle. Gegenwärtig sind zwei weitere Filmbiografien in Planung. Der US-Amerikaner William Friedkin plant unter dem Titel Coco & Igor die leidenschaftliche Liebesbeziehung zwischen Chanel und dem russischen Komponisten Igor Strawinski mit der Französin Marina Hands und dem Dänen Mads Mikkelsen auf die Kinoleinwand zu bringen. Konkurrenz bekommt die Hollywood-Produktion von einem noch unbetitelten Projekt der französischen Regisseurin Anne Fontaine, die das Leben der jungen Coco mit Audrey Tautou verfilmen möchte.



Literatur

* Charles-Roux, Edmonde: Coco Chanel – Ein Leben. Ihr Leben, ihre Welt und die Wahrheit hinter der Legende. Verlag Paul Zsolnay, Wien/Darmstadt, 1988. ISBN 3-552-04026-9

* Wallach, Janet: Coco Chanel – Eleganz und Erfolg ihres Lebens, mit 144 Fotos, Kabel Verlag 1998, ISBN 3-8225-0513-7

* Wunderlich, Dieter: Coco Chanel. Der märchenhafte Aufstieg einer Näherin aus der Provinz zur Pariser Modeschöpferin. In: EigenSinnige Frauen. Zehn Porträts. Piper Verlag, München 2006. ISBN 3-492-24058-5

* Manfred Flügge: Rettung ohne Retter oder: Ein Zug aus Theresienstadt dtv 2004 (Chanels Nazi-Kollaboration wrd in diesem Roman ausführlich behandelt.) ISBN 342324416X

nschaftliche Liebesbeziehung zwischen Chanel und dem russischen Komponisten Igor Strawinski mit der Französin Marina Hands und dem Dänen Mads Mikkelsen auf die Kinoleinwand zu bringen. Konkurrenz bekommt die Hollywood-Produktion von einem noch unbetitelten Projekt der französischen Regisseurin Anne Fontaine, die das Leben der jungen Coco mit Audrey Tautou verfilmen möchte.



Literatur

* Charles-Roux, Edmonde: Coco Chanel – Ein Leben. Ihr Leben, ihre Welt und die Wahrheit hinter der Legende. Verlag Paul Zsolnay, Wien/Darmstadt, 1988. ISBN 3-552-04026-9

* Wallach, Janet: Coco Chanel – Eleganz und Erfolg ihres Lebens, mit 144 Fotos, Kabel Verlag 1998, ISBN 3-8225-0513-7

* Wunderlich, Dieter: Coco Chanel. Der märchenhafte Aufstieg einer Näherin aus der Provinz zur Pariser Modeschöpferin. In: EigenSinnige Frauen. Zehn Porträts. Piper Verlag, München 2006. ISBN 3-492-24058-5

* Manfred Flügge: Rettung ohne Retter oder: Ein Zug aus Theresienstadt dtv 2004 (Chanels Nazi-Kollaboration wrd in diesem Roman ausführlich behandelt.) ISBN 342324416X

Dincklage (geb. 1896), Sonderbeauftragter des Reichspropagandaministeriums in Frankreich, der ihr Liebhaber wurde und mit dem sie Operation „Modellhut“ einfädelte, bei der sie Churchill zu Gesprächen mit den Deutschen über ein Kriegsende überreden sollte. Die Aktion scheiterte an einer Lungenentzündung von Churchill. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges fiel sie in Ungnade und wurde als Kollaborateurin verhaftet, anschließend lebte sie im Schweizer Exil.

Wieder nach Paris zurückgekehrt, arbeitete Coco Chanel an ihrem Comeback. Einige Quellen vermuten, dass der inzwischen moderne „New Look“ von Christian Dior, den sie als Rückfall in die Zeit des Korsetts betrachtet haben soll, ihre Motivation gewesen sei. Im Februar 1954 eröffnete sie nach 15 Jahren Pause – inzwischen 71-jährig – ihr Geschäft mit einer neuen Kollektion, die von der Presse höhnisch kommentiert wurde. Nachdem das „Life“-Magazin ein Jahr später die Eleganz ihrer Wollkostüme gewürdigt hatte, begann der Siegeszug des Chanel-Kostüms



Werke

Coco Chanel behauptete gern >>Ich habe die Frauen aus dem Korsett befreit<<, in Wirklichkeit war es aber Paul Poiret, der erstmals Mode ohne Korsett schuf, sie erfand das kleine Schwarze, den Modeschmuck, kürzte die Röcke auf eine (damals) skandalöse Länge knapp unterhalb des Knies und entwarf neuartige gestrickte Badeanzüge mit Bewegungsfreiheit, die auf Oberschenkellänge endeten und unter denen Shorts hervorblickten. Sie verwendete erstmals körperbetonende Jerseystoffe für eine sportlichere Linie. Das berühmte Chanel-Kostüm aus Tweedstoff avancierte für Geschäftsfrauen weltweit zum Standard. Das Kostüm war oft mit schwarzem Besatz und Goldknöpfen verziert und wurde gerne mit langen Perlenketten getragen. Weitere Beiträge zur Damenmode: Hosen für Frauen, Strickensembles (Twinset), Schuhe mit Fersenriemen (Slingpumps oder auch Slingbacks genannt), gesteppte Handtaschen mit Schulterkette und die Etablierung auffälligen Modeschmucks statt echtem Schmuck. Ihre bevorzugten Farben: Schwarz, Weiß und Beige.

1921 kreierte sie zusammen mit dem Parfümeur Ernest Beaux das erste Parfum aus synthetischen Komponenten (Chanel № 5). Es war das erste verbreitete Parfum, das nicht nach Blumen roch, sondern durch eine sogenannte Aldehydnote geprägt war. Wie keine andere Modeschöpferin prägte Coco Chanel die Mode des 20. Jahrhunderts und hatte einen erheblichen Anteil an der Entwicklung von Paris als Modezentrum der Welt. Markenzeichen der Firma Chanel ist das verschränkte Doppel-C.




Nachleben

Nach ihrem Tod konnte das Modehaus Chanel nicht an die Erfolge anknüpfen, die es unter Coco Chanels Leitung hatte. Es geriet in den Ruf, Mode für reiche, ältere Damen zu kreieren. Das änderte sich erst 1983, als Karl Lagerfeld begann, für Chanel Mode zu entwerfen und das Haus zu seinem früheren Ruhm zurückzuführen. Eigentümer ist die Familie Wertheimer.



Persönliches

Coco Chanel starb am Sonntag, dem 10. Januar 1971, in ihrer nie aufgegebenen Suite im Pariser Hotel Ritz. Bis zuletzt hatte sie trotz hohen Alters beweglich und fleißig an einer nächsten Kollektion gearbeitet, jedoch litt angeblich die Durchblutung ihres Kopfes. Die letzten Worte der 87-jährigen lauteten:

„So stirbt man also.“

Die Trauerfeier fand in der Pariser Madeleine-Kirche statt, der Sarg wurde nach dem Gottesdienst ins schweizerische Lausanne überführt. Coco Chanel hat trotz ihrer vielen Männerbeziehungen nie geheiratet.




Film

1981 wurde Chanels Leben von George Kaczender unter dem Titel Einzigartige Chanel (Originaltitel: Chanel Solitaire) verfilmt. In der internationalen Produktion, die sich einzelnen Stationen aus dem Leben der Modeschöpferin annahm, schlüpfte die Französin Marie-France Pisier an der Seite von Timothy Dalton, Rutger Hauer, Brigitte Fossey und Karen Black in die Titelrolle. Gegenwärtig sind zwei weitere Filmbiografien in Planung. Der US-Amerikaner William Friedkin plant unter dem Titel Coco & Igor die leidenschaftliche Liebesbeziehung zwischen Chanel und dem russischen Komponisten Igor Strawinski mit der Französin Marina Hands und dem Dänen Mads Mikkelsen auf die Kinoleinwand zu bringen. Konkurrenz bekommt die Hollywood-Produktion von einem noch unbetitelten Projekt der französischen Regisseurin Anne Fontaine, die das Leben der jungen Coco mit Audrey Tautou verfilmen möchte.



Literatur

* Charles-Roux, Edmonde: Coco Chanel – Ein Leben. Ihr Leben, ihre Welt und die Wahrheit hinter der Legende. Verlag Paul Zsolnay, Wien/Darmstadt, 1988. ISBN 3-552-04026-9

* Wallach, Janet: Coco Chanel – Eleganz und Erfolg ihres Lebens, mit 144 Fotos, Kabel Verlag 1998, ISBN 3-8225-0513-7

* Wunderlich, Dieter: Coco Chanel. Der märchenhafte Aufstieg einer Näherin aus der Provinz zur Pariser Modeschöpferin. In: EigenSinnige Frauen. Zehn Porträts. Piper Verlag, München 2006. ISBN 3-492-24058-5

* Manfred Flügge: Rettung ohne Retter oder: Ein Zug aus Theresienstadt dtv 2004 (Chanels Nazi-Kollaboration wrd in diesem Roman ausführlich behandelt.) ISBN 342324416X

# Posté le mardi 29 juillet 2008 12:58

John Galliano

John Galliano
John Galliano

John Galliano (* 28. November 1960 in Gibraltar; eigentlich Juan Carlos Antonio Galliano Guillén) ist ein britischer Modedesigner.

Galliano zog bereits als Kind nach London und graduierte 1984 mit einem Abschluss in Design von der St. Martin's School of Arts. Als Abschlussarbeit zeigte er eine Modekollektion, die von der Französischen Revolution beeinflusst war.

Unmittelbar danach startete er seine eigene Modemarke und wurde bereits 1987 als British designer of the year ausgezeichnet. In den 1990er Jahren zog Galliano nach Paris und wurde 1995 Hauptdesigner für Givenchy. Der respektlose Stil seiner ersten Kollektion für dieses traditionelle Modehaus schockte die Modewelt. Seit 1997 arbeitet er für das Modehaus Christian Dior, wo er seinen extravaganten Stil fortsetzte.

# Posté le mardi 29 juillet 2008 12:42

Modifié le mardi 29 juillet 2008 13:00

Jil Sander

Jil Sander
Jil Sander

Jil Sander (* 27. November 1943 in Wesselburen als Heidemarie Jiline Sander) ist eine international bekannte deutsche Modeschöpferin mit Wohnsitz in Hamburg. Sie ist für ihre als klar und zeitlos bezeichnete, aber dennoch elegante Mode berühmt. Für ihren minimalistischen Stil erhielt Sander den Beinamen ,,Queen of less". Sie wird außerdem ,,Kaschmir-Queen" genannt.



Werdegang

Nach einem Textilingenieur-Studium an der Staatlichen Ingenieurschule für Textilwesen in Krefeld (heute der Hochschule Niederrhein angeschlossen) ging sie als Austauschstudentin nach Los Angeles. Nach zwei Jahren kehrte sie in ihre Heimatstadt zurück, um dort als Moderedakteurin für verschiedene Frauenzeitschriften (Constanze und Petra) zu arbeiten. 1967 eröffnete die damals 24-jährige im Hamburger Stadtteil Pöseldorf eine Modeboutique, gründete 1968 die Jil Sander GmbH und verkaufte ab 1973 neben Mode von Sonia Rykiel, Thierry Mugler und anderen auch ihrer eigenen Kollektionen. Aber erst 1976 schaffte sie mit dem so genannten Zwiebel-Look den internationalen Durchbruch. 1978 erweiterte sie ihre Produktpalette um die Pflegeserie 'Jil Sander Woman Pure', die sie jahrelang mit dem eigenen Konterfei bewarb. 1989, als mittlerweile erfolgreiche Unternehmerin, wandelte sie die GmbH in eine Aktiengesellschaft um und führte ihr Unternehmen an die Börse.



Der Jil-Sander-Look

Ihr Markenzeichen, eine Art New Look für Karrierefrauen, die seit Anfang der achtziger Jahre begannen Führungspositionen zu erobern, ist der stark auf die Körperproportionen geschnittene Hosenanzug, sowie ein schlichter Trenchcoat und das weiße Oberhemd. Hierbei wird auf unnötige Details verzichtet. Die Materialien zeichnen sich - wie bei Designerware üblich - durch sehr hohe Qualität aus. Als Farben dominieren schwarz, grau, weiß, beige, braun und dunkelblau. Dass ihre Mode untereinander und mit Mode anderer Designer kombinierbar ist, machte sie als Erfinderin des ,,Zwiebellooks" berühmt.



Die Neunziger

Anfang der neunziger Jahre wurde die von den Laufstegen propagierte Mode androgyner. Die von Jil Sander in hauchzarten und doch schlichten Kreationen über den Mailänder Catwalk geschickten Supermodels wirkten so elfengleich, dass sich der Spruch "Jil Sander is hot Armani not." etablierte.

Ihre Konzentration auf die Frauenmode änderte Sander 1997, als sie erstmals - im gewohnt schlichten Stil - auch Kollektionen für Männer entwarf. Die Männermode trug bald etwa 20 Prozent zum Konzernumsatz bei.

1999 kaufte der italienische Konzern Prada 75 Prozent der Stammaktien der "Jil Sander AG". Im Jahr 2000 räumte Jil Sander wegen unüberbrückbarer Differenzen mit dem Prada-Chef Patrizio Bertelli überraschend ihren Posten als Vorstandsvorsitzende, übernahm aber im Mai 2003 wieder die Design-Verantwortung. Im November 2004 verließ sie ein zweites Mal das von ihr gegründete Unternehmen. Die kreative Leistung Jil Sanders ist unbestritten. Ihre Rückkehr in das Unternehmen war von einem Umsatzzuwachs von 4 Prozent begleitet. Allerdings schlug bei der Firma auch ein Fehlbetrag von 17 Millionen Euro zu Buche.

Im März 2004 erhielt Jil Sander den Ehren-Parfüm-Oscar für ihr Lebenswerk von der Fragrance Foundation Deutschland . Für die Gestaltung der Flakons konnte sie den Verpackungsdesigner Peter Schmidt gewinnen.

Am 5. Mai 2005 berichtete die Jil Sander AG erneut einen Verlust von 29,6 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2004, trotz eines durchgeführten Kostensenkungsprogramms.

Im Februar 2006 verkaufte Prada Jil Sander an den britischen Finanzinvestor Change Capital Partners mit Sitz in London. Ein Verkaufspreis oder andere Einzelheiten wurden nicht genannt. Change Capital Partners übernimmt nicht nur die Marke Jil Sander, sondern auch die Führungsmannschaft und Designer Raf Simons.




Ehrungen

Sie wurde 1997 für ihren deutsch-englischen Sprachmix vom Verein Deutsche Sprache kritisiert und mit dem Titel „Sprachpanscher des Jahres“ bedacht. Der Preis bezog sich auf das folgende Zitat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 22. März 1996:

„Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, dass man contemporary sein muss, das future-Denken haben muss. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, dass man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewusste Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.“



Privatleben

Über das Privatleben Jil Sanders ist wenig bekannt. Ihre langjährige Lebensgefährtin ist Dickie Mommsen (Angelica Mommsen).
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# Posté le mardi 29 juillet 2008 12:38

Modifié le mardi 29 juillet 2008 13:01

Karl Lagerfeld (Designer für Chanel und sein eigendes Label)

Karl Lagerfeld (Designer für Chanel und sein eigendes Label)
Leben

Lagerfeld wuchs als Sohn des Hamburger Dosenmilch-Fabrikanten (Glücksklee-Milch-GmbH) Otto Lagerfeld und dessen Frau Elisabeth in wohlhabenden Verhältnissen auf.
Nach eigenen Aussagen blieb das Verhältnis zu seiner Mutter sein Leben lang recht distanziert.
Anderseits war die Beziehung - mehr als die losere zu seinem Vater - von bewundertem Respekt geprägt und er habe vieles von seiner Mutter gelernt, z. B. „die richtigen Antworten zu geben" „Meine Eltern fand ich toll", äußerte Karl Lagerfeld einmal.
Sein Geburtsjahr gibt er gern mit 1938an;eine deutsche Zeitung veröffentlichte jedoch Auszüge des kirchlichen Taufregisters Hamburg sowie wie Kommentare seiner Lehrerin und eines Klassenkameraden, die 1933 bestätigen. 1944 zog er nach Bad Bramstedt auf das heute abgerissene Gut Bissenmoor.
Dort ging er einige Jahre zur Schule. 1953 verließ Lagerfeld zusammen mit seiner Mutter Deutschland und ging nach Paris. Zunächst besuchte er dort eine Privatschule und das Lycee Montaigne.

Zurzeit lebt und arbeitet Karl Lagerfeld in Paris, Biarritz, wo er ein Schloss im Stil des 18. Jahrhunderts einrichten ließ. Außerdem besitzt er Wohnungen in Rom, New York und Monte Carlo.





Mode

Mit einem Wollmantel gewann er 1955 einen Preis in einem Wettbewerb des Internationalen Wollsekretariats IWS. Darauf hin bekam er eine Stelle bei Pierre Balmain. Der Wollmantel ging später bei Balmain in Produktion. 1958 wechselte er zu Jean Patou, wurde jedoch bereits nach einem Jahr freiberuflich für Modehäuser wie Valentino und Krizia tätig. 1964 verließ er das Modegeschäft und begann ein Kunststudium, kehrte aber nach drei Jahren wieder zurück.

Bis 1983 entwickelte er Kollektionen für Chloé, weltweite Anerkennung brachte ihm 1972 die Deco-Kollektion ein, die aus Schwarz-Weiß-Drucken mit gesticktem, asymmetrischen schnitt bestand.
Sodann wechselte er zu Chanel, wo er Chefdesigner der Kollektion und insbesondere der Prêt-à-Porter-Sparte wurde. Außerdem entwirft er seit 1965 noch für das italienische Pelzhaus Fendi, das heut eallerdings vollständig zum Luxusgüterhersteller LVMH gehört.

Von 1980 bis 1984 war Lagerfeld als Gastprofessor der Modeklasse an der Universität für angewandte Kust in Wien tätig, seine Nachfolgerin war Jil Sander.

Daneben gründete er sein eigenes Label, bekannt für extravagante Strickmode, das er 2004 an den US-Modekonzern Tommy Hilfinger verkaufte.
Die PariserDesigner-Kollektion für Damen, „Lagerfeld Gallery“, wurde umbenannt in „Lagerfeld Collection“ und von zwei jüngeren Labels, „Karl Lagerfeld“ für Damen sowie „KL Lagerfeld“ für Herren, komplementiert, welche sich am Stil der New Yorker Mode-Szene orientieren. Hauptvertriebspunkte sind der europäische und asiatische Raum. Mitte 2006 gab Tommy Hilfiger Corp – selbst erst Ende 2005 vom britischen Finanzinvestor Apax Partners aufgekauft - bekannt, dass Lagerfeld-Kollektion in den USA nicht weiter vertrieben werden darf.

Im November 2004 erregte Lagerfeld durch seine Zusammenarbeit mit dem schwedischen Discount-Modefilialisten Hennes & Mauritz (H&M) Aufsehen, für den er eine kostengünstige Kollektion entwarf.

Im Jahr 1975 brachte er außerdem eine eigene Parfüm-Kollektion Photo heraus, 1978 folgte Lagerfeld und 1983 KL.




Kostümbildnerei

Lagerfeld war wiederholt als Kostümbildner für Theater und Oper tätig, etwa 1978 in Genua (Der grüne Kakadu/Komtesse Mizzi von Arthur Schnitzler, Regie Luca Ronconi), 1980 am Wiener Burgtheater (Komödie der Verführung von Arthur Schnitzler; Regie Horst Zankl, Bühnenbild Hans Hollein) sowie beim Maggio Musicale in Florenz (Les Contes d'Hoffmann von Jacques Offenbach, Regie Ronconi), 1982 an der Mailänder Scala (Les Troyens von Hector Berlioz; Regie Ronconi, Bühnenbild Ezio Frigerio), 1990 bei den Salzburger Festspielen (Der Schwierige von Hugo von Hofmannsthal; Regie Jürgen Flimm, Bühnenbild Erich Wonder; übersiedelte später nach Wien ans Burgtheater)



Fotografie

Neben der Mode und der Kostümbildnerei entdeckte Lagerfeld 1987 die Fotografie als neues Steckenpferd. 1996 erhielt er für seine Arbeiten den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Fotografie.[3] Vom 11. November 2006 bis 18. Februar 2007 wurden 350 Fotografien und Multimedia-Installationen Lagerfelds in der Berliner Galerie C/O Berlin ausgestellt. Unter dem Titel One Man Shown zeigten sie alle das US-amerikanische Fotomodell Brad Kroenig, das der Designer entdeckt und gefördert hatte. Die klassischen Schwarzweiß-Porträts, die in einem Zeitraum von dreieinhalb Jahren entstanden und sowohl Modeaufnahmen als auch Aktfotografien einschlossen, waren beim Publikum erfolgreich. Die Kritik reagierte verhalten und teilweise ablehnend auf die fotografischen Studien Lagerfelds. Während Der Spiegel die Gleichförmigkeit der Bilder anprangerte und attestierte, dass der Modeschöpfer auch Langeweile perfekt verkaufen könne,[4] kritisierte der US-amerikanische Star-Fotograf David LaChapelle Lagerfeld als „Dilettanten“, der der Geschichte der Fotografie nichts neues hinzuzufügen hätte



Trivia

# Am 15. Januar 2007 scheiterte er vor einem Pariser Gericht mit seiner Klage gegen „The Beautiful Fall“, einem Buch aus der Modewelt, geschrieben von der Autorin Alicia Drake. Der Vorsitzende Richter konnte im Unterschied zu Lagerfeld keinen Angriff auf dessen Privatsphäre feststellen, da das Buch in Frankreich nicht verlegt wurde.

# Im Jahr 1990 entdeckte Lagerfeld seine zeitweilige Muse Claudia Schiffer, die 1993 in einem von Lagerfeld mit Koranversen bestickten Mieder auf einer Modenschau einen Skandal provozierte. Zuvor war Inès de la Fressange seine Muse, jedoch gingen Lagerfeld und sie 1989 im Streit auseinander.

# Lagerfeld sagte einmal: „Ich bin Opportunist und mag die Veränderung, deswegen ist Mode für mich OK.“

# Markenzeichen Lagerfelds ist neben seinem gepuderten Haarzopf auch seine Sonnenbrille, die seinen Sehfehler korrigiert. Seit 1. November 2000 hat Lagerfeld durch die 3D-Diät innerhalb von 13 Monaten ca. 42 kg Gewicht verloren. Grund seien die schmal geschnittenen Anzüge des Designer-Kollegen Hedi Slimane gewesen, die er gerne anziehen wollte. Auch heute noch gibt er Eitelkeit als Motiv für seine Ernährungsgewohnheiten an: „Ich trage enge Anzüge, damit ich nicht zunehmen kann. Mein einziger Ehrgeiz ist es, weiterhin bei Dior Größe 48/46 tragen zu können.“ Empörung löste er im November 2006 aus, nachdem zwei Pariser Nachwuchsmodels an Magersucht verstorben waren. Zu diesen Vorfällen von internationalen Medienvertretern befragt, gab er die Stellungnahme ab: „In Frankreich sind über 15 Prozent der Mädchen zwischen 15 und 25 zu dick. Anorexie beträgt nicht mal ein Prozent. Da müssen wir erst mal über die Dicken sprechen, damit die schlank werden. Und ich sehe diese Mädchen nie. Die Mädchen, die wir nehmen, sind schmal, aber die können auch nicht mehr wiegen, weil die einen ganz anderen Knochenbau haben.“

# Als bibliophiler Autodidakt erschloss sich Lagerfeld über seine ca. 300.000 Bände umfassende Privatbibliothek außer dem Modebereich weitere schöpferische Berufsfelder mit den Schwerpunkten Fotografie, Design, Architektur und Innenarchitektur.

# Am 24. April 2008 wurde beim Donaufestival in Krems an der Donau (Österreich) als Auftragswerk das Musical „Lagerhouse“ uraufgeführt, in dem Karl Lagerfeld auf die Soulsängerin Amy Winehouse trifft




Auszeichnungen

* 1989: Bambi

* 1993: Lucky Strike Designer Award der Raymond-Loewy-Stiftung

* 1996: Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie

* 2005: Bambi

* 2008: Elle Fashion Star Award


# Posté le mardi 29 juillet 2008 12:11

Modifié le mardi 29 juillet 2008 13:01